Für jede Branche die richtige Rechtsschutzversicherung – eine Einführung
Mai 14th, 2011 von
Bernd
Die betriebliche Rechtsschutzversicherung umfasst ein weites Feld an verschiedenen Absicherungen, die in der Gesamtheit aber nur selten komplett benötigt werden. Oftmals lohnt es sich, den Leistungsumfang genau zu studieren und unwichtige Punkte abzuwählen. Leider sind diese nicht immer leicht zu erkennen, da viele Versicherer lediglich Komplettpakete anbieten und nur auf genaue Nachfrage einzelne Leistungen ausschließen können.
Komplettpakete in der Rechtsschutzversicherung
Ein Komplettpaket umfasst immer mindestens die Leistungen Betriebs- (Firmen-), Verkehrs-, und Immobilien-Rechtsschutz, zusätzlich gilt meist eine private Komponente als mitversichert. Die private Komponente lässt sich auch für mehrere Inhaber bzw. Geschäftsführer abschließen, dabei erhält jeder einen rechtlich selbstständigen Vertrag. Optional wird außerdem gegen einen geringen Aufpreis bei vielen Versicherern ein Forderungsmanagement-Modul angeboten, mit dem der Versicherungsnehmer unstrittige Forderungen gegen eine geringe Provision eintreiben kann.
Warum das Komplettpaket nicht für jedes Unternehmen eine Lösung bietet
Für viele Betriebe sind diese Komplettpakete aber ungeeignet. Eine Bäckerei oder ein Friseur benötigt in der Regel kein Forderungsmanagement und auch der Verkehrs-Rechtsschutz kann meist vernachlässigt werden, da diese Betriebe keinen eigenen Fuhrpark benötigen. Umgekehrt wird ein Fuhrbetrieb nicht mit der Standard-Deckung im Verkehrsbereich auskommen, dieser benötigt ein spezielles Produkt, das auch Fahrzeuge mit mehr als 3,5 t Gewicht mitversichert.
Variationen bei Selbstbeteiligungen und Deckungssumme
Die Selbstbeteiligungen variieren ebenfalls stark, zwischen 0 € SB und 1.000 € SB sind in Ordnung. Hier kommt es auf das individuelle Absicherungsbedürfnis an. Tarife mit hoher SB greifen erst bei größeren Rechtsstreitigkeiten. Dafür ist die Prämie im Vergleich zu Tarifen mit geringer SB natürlich viel günstiger. Ein kleinerer Betrieb sollte sich dennoch für einen Tarif mit geringer SB entscheiden, da dort meistens die Mittel fehlen, um die hohe Selbstbeteiligung nebenbei zu tragen.
Neben den versicherten Leistungsarten sollte vor allem auf die Deckungssumme geachtet werden. Je nach Versicherungsgesellschaft variiert diese sehr stark. Eine leistungsstarke Rechtsschutzversicherung sollte für den europäischen Bereich eine unbegrenzte Deckungssumme gewähren, weltweit sollten es immer noch mindestens 100.000€ sein. Diese Deckung bieten derzeit einige Versicherer auf dem deutschen Markt. Für jeden Betrieb sinnvoll sind Serviceleistungen wie eine Anwaltshotline über die dringende allgemeine Fragen ohne weitere Kosten beantwortet werden können. Die Versicherer übernehmen die Kosten für eine solche Rechtsberatung immer komplett, wenn der Fall am Telefon abschließend geklärt werden kann. Eine eventuell vereinbarte Selbstbeteiligung wird dabei nicht angerechnet.
Geschrieben in Rechtsschutzversicherung |
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